Donnerstag, 29. Mai 2008

Brief an Frau BM Kdolsky betreff Gesundheitsreform...

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

ganz dunkel werden Sie sich vielleicht an mich erinnern, ich war 24 Jahre lang u.a. Chef der ÖAMTC-Notarzthubschrauber. Vor einem Jahr, im 62.Lebensjahr, bin wegen einer CLL die mich schon seit weit über 10 Jahren quält, etwas vorzeitig in Pension gegangen.

Vorweg großes Kompliment, was Sie sich trauen und dass Sie nicht feige sind!

Um nicht zuviel Porzellan zu zerschlagen, machen Sie doch die einzelnen Themen der Gesundheitsreform als Pilotprojet mit nur einem oder zwei Bundesländern für 3,4,5 oder 6 Monate. Anbieten würde sich natürlich bestens die Ärzte mit Ihrem Hardliner Dorner, bei denen auch mit ein paar Bezirken ein Pilotprojekt möglich wäre. Da kann schlicht und einfach niemand dagegen sein und in dieser Zeit würden Sie sicherlich auch Erkenntnisse gewinnen, an die heute noch niemand denkt. Das immerwieder ins Treffen gebrachte Argument des "unausgereiften Schnellschusses" wäre damit komplett weg und ich bin mir sicher, dass Sie von ziemlich allen Seiten eine Menge Anerkennung dafür bekommen würden. Auch verliert damit keine Seite das Gesicht!

***** Thema Nr.2:


Vielleicht "trauen" Sie sich liebe Frau Bundesministerin mal über folgendes Thema, wobei politisch der gewaltige finanzielle Vorteil natürlich vorerst in der Diskussion absolut nachrangig, wenn nicht zu vergessen wäre.
Wie ich meine ist es ein diskussionswerter Beitrag - für ein menschlicheres Leben und ein humaneres Sterben, vor allem aber auch für die Finanzierung unseres Gesundheitssystems. Heute vielleicht noch quergedacht, wird kaum ein Weg daran vorbei führen! Der nachfolgende Fall bin ich.

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Statt Sterbehilfe, aktiv sterben! (Änderung StGB 77 & 78 erforderlich)

Im Verdrängen von Zukunftsproblemen sind wir Menschen Weltmeister. Oder haben Sie schon daran gedacht, einmal ein Pflegefall zu sein? Für viele von uns kommt das ebenso sicher, wie das Amen im Gebet.
Möchten Sie ein Pflegefall sein oder wie ich mein Leben und sterben selbst in die Hand nehmen?

Viele Probleme - auch finanzielle - wären auf einen Schlag gelöst.

Das Problem sind wir Alten, vor allem alte und chronisch Kranke mit horrenden Medikamentenkosten.
Ich bin 62 und seit über 10 Jahren quält mich eine chronisch lymphatische Leukämie (CLL), das bedeutet viel zu viele Leukozyten, weisse Blutkörperchen. Sie werden mit Chemotherapie und Antikörpern gekillt, mit dabei auch die "guten", die unser Immunsystem sind. Die Folge: Ein kaputtes Immunsystem und permanent Tabletten gegen alle möglichen Infektionen. Diese Medikamentenkosten betragen in den letzten Jahren viele tausend Euro pro Jahr, nicht gerechnet die vielen andere Ausgaben. Mal geht es mir besser, mal schlechter, gesamt gesehen aber zunehmend schlechter: Entzündungen allerorten, Übelkeit und immer wieder todmüde, viele viele Krankenhausbesuche und vom Gesamtzustand zeitweise ein nicht mehr wirklich lebenswertes Dasein.
Wenn ich einmal wieder in diesen Zustand komme, erbitte ich von der Krankenkasse via praktischen Arzt nur eine einzige Tablette, mit der ich dem Horror ein Ende setzen kann!

Allen ist gedient, ich habe es überstanden und ebenso meine Familie, die mich leiden sieht und nicht helfen kann. Den Kassen und der Allgemeinheit, die sich eine Menge Geld sparen. Geld, das bei mir ganz schlecht angelegt ist, denn ich habe zwar eine ganze Menge mein Leben lang einbezahlt, aber seit einem Jahr bin ich Pensionist und "Schmarotzer". Unproduktiv beziehe ich Pension und brauche Unmengen Euros um weiter dahin zu siechen - bis ich vielleicht eines Tages einen anderen und für alle weniger angenehmen Weg finde, mich zu "entsorgen"!

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Herzliche Grüße
Kurt Noé-Nordberg

Montag, 14. April 2008

"Homoehe" und BM Dr.Pröll

Sehr geehrter Herr Bundesminister,
laut heutiger Politikportalanalyse setzten Sie sich weiterhin für eine gleichgeschlechtliche Eheschließung vor dem Standesamt und damit für die Homo-Ehe ein:
Aus der OTS Meldung: "Pröll setzt sich weitherhin für eine gleichgeschlechtliche Eheschließung vor dem Standesamt ein."
Vor kurzem habe ich deswegen Peter Lingens/Profil geschrieben (siehe nachfolgendes Mail)
und ihn um sein Szenario und seine Vision dazu befragt. Antwort habe ich leider
keine bekommen, vielleicht nun von Ihnen, das würde mich sehr freuen!
Mit besten Grüßen
Kurt Noé-Nordberg
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Von: Kurt Noé-Nordberg [mailto:kurt@noe-nordberg.eu] Gesendet: Freitag, 04. April 2008 19:09An: 'peter.lingens@profil.at'Betreff: Die Schwäche der Grünen

Sehr geehrter Herr Lingens,
mit ziemlicher Verspätung darf ich Ihnen zu Ihrem Kommentar "Die Schwäche der Grünen" noch eine Frage stellen.
Die Grünen machen sich bei Ihnen mit ihrer Befürwortung der Homo-Ehe symphatisch. Welche Vision haben Sie zur Homo-Ehe?
Gleich ob ich etwas ablehne oder befürworte, male ich mir doch ein Szenario aus, wie es ín Zukunft damit weitergehen könnte. Dieses Szenario sagt mir bei der Homo-Ehe nicht wirklich Gutes voraus. Ihnen schon?

Mit besten Grüßen

Kurt Noé-Nordberg

"Rettet Österreich" und die Toilettenspülung

In dem Artikel von "Rettet Österreich" am 13.4.2008 in der Krone zum Thema Wasser wird "Hatz" gemacht auf Spanien und Spanier, die in einzelnen Gebieten den schlimmsten Wassermangel seit rund 40 Jahren haben. Solange wir mit Millionen Liter Trinkwasser täglich unsere Toiletten spülen und zu Hause die Autos mit Trinkwasser waschen, wird es wohl gutes Recht von in Wassernot geratenen Europäern sein, Österreich um "Wasserhilfe" zu ersuchen. Man muss sich doch wirklich fragen, wo der Geist der menschlichen Hilfe bei "Rettet Österreich" hingekommen ist. Rund um die Welt spenden wir, nur Europa soll davon ausgenommen sein? Der Rest in dem Artikel ist reine Panik- und Angstmache und dem größten Printmedium des Landes - so glaube ich - wenig würdig.
Hochachtung vor dem was Herr Dichand und sein Team erreicht hat, bitte diese Macht aber nicht für Unsinn missbrauchen!
Ansonsten ist die Krone super und natürlich werde ich sie weiter kaufen und lesen!
Herzlich
Kurt Noé-Nordberg
Perchtoldsdorf

Donnerstag, 10. April 2008

Krone Kampagne gegen die EU......

Sehr geehrter Herr Dichand, liebe Kronezeitung,
vorweg herzliche Gratulation zu den neuen Erfolgszahlen der Mediaanalyse!
Was ich allerdings seitens der Krone nicht ganz verstehe, ist die Kampagne gegen die EU. Gehen wir eine Wette ein? Ich bin mir sicher, dass weniger als 3% der ÖsterreicherInnen keine drei Punkte aus der österreichischen Verfassung wissen, geschweige denn aus dem EU-Reformvertrag. Dieses Nichtwissen ist ja u.a. auch der Grund, warum wir Vertretet unseres Vertrauens, Parteien und Politiker, alle paar Jahre wählen.
Weit mehr stört mich, dass von dieser Koaltion in einem Handstreich die Legislaturperiode von 4 auf 5 Jahre verlängert wurde. Das wäre ein Grund für eine Volksabstimmung gewesen und das hätten wir auch alle beurteilen können.
Mit besten Grüßen
Kurt Noé-Nordberg

Samstag, 1. März 2008

Große SUV´s und Geländeauto

Nicht nur viel Spritverbrauch und wenig Fussgängerschutz haben große SUV´s und Geländewagen. Auch haben sie an sich, dass sie mit ihren bis über 2,5 Tonnen ein mehrfaches Gewicht gegenüber Kleinwagen haben. Bei einem Crash hat das Fliegengewicht Kleinwagen wenig bis keine Chance, gegen die in Bewegung befindliche Masse so eines Schwergewichtes. Unsozial und/oder unmoralisch?
Die Forderung der Grünen nach eingeschränkter Fahrerlaubis in Wien für diese Autos, ist nicht vom Tisch zu wischen, denkt man an die vielen Auffahr- und Kreuzungsunfälle im städtischen Bereich. Auch das Parken wäre zu diskutieren, nehmen diese Fahrzeuge oft weit mehr Platz ein, als ein Mittelklasseauto. Welcher Garagenbenützer hat sich nicht schon geärgert, wenn Abteile für zwei Fahrzeuge oft nur von einem dieser großen Autos belegt werden (und das zur identen Gebühr).
Gegen Prestigedenken - um das eigene Ich entsprechend zu vergrößern - ist aber leider kaum "ein Kraut gewachsen".
Ist es nicht ein wenig pervers, dass es ausgerechnet in Wien mit engen Gassen und viel zu wenig Parkplätzen die meisten Zulassungen dieser Fahrzeuge gibt?

Donnerstag, 24. Januar 2008

BK Gusenbauers Senatorkarte: Wie es früher war..."

Früher einmal waren Politiker Respektspersonen und niemand, aber wirklich niemand, hätte sich daran gestoßen, wenn ein Bundeskanzler, Minister oder Landeshauptmann in einem Flieger upgegradet worden wäre. Im Gegenteil, es wäre selbstverständlich gewesen, ihm den besseren Sitzplatz kostenfrei anzubieten und eine Ehre für den Anbieter, wenn das Angebot angenommen worden wäre.Heute ist alles anders und die Frage die sich stellt, ist das gut so? Politiker sind keine Respektspersonen mehr und niemand würde etwas dabei finden, wenn der Bundeskanzler im Flieger in der letzten Reihe direkt neben den Toilletten sitzen würde. Niemand würde mehr einen Platz anbieten und bald wird es auch niemand mehr geben, der Politiker sein will. Ein Politiker ist mittlerweile doch der "letzte Sack": einen Bruchteil des Verdienstes eines sogenannten Toppmanagers, kein Privatleben und wenn eines, dann ein öffentliches, jeden Tag via Medien gerechtfertigte oder ungerechtfertige Ohrfeigen und dann noch die "Holzklasse", wie Martina Salomon treffend in ihrem Kommentar zu "upgeradete Politiker" schreibt. Klar sind sie zu einem guten Teil auch selber schuld, aber Mitschuld haben wir auch alle, weil Neid halt eine unserer Haupteigenschaften ist. Deswegen heisst es auch, "warum verdient DER mehr" und nicht, "was muss ich tun, damit ICH mehr verdiene".
Kurt Noé-Nordberg
Abgedruckt in "Die Presse" am 24.Jänner 2008

Donnerstag, 6. Dezember 2007

ORF-Gebühr (veröffentlicht "Die Presse" 7.12.2007)

Was wurde nicht alles bei der Nationalratswahl vor einem Jahr, vor allem seitens der SPÖ, an Versprechen für "danach" getönt: Keine Eurofighter, Offenlegung des Eurofighter Vertrages, Abschaffung der Studiengebühren, keine Steuer- und Gebührenerhöhungen, und, und, und.
Ähnlich beim ORF mit seiner vollmundig verkündeten größten Programmreform aller Zeiten und keiner Gebührenerhöhung für 2008.
Und was ist übriggeblieben, wie sieht die Realtität aus?
Natürlich haben wir Eurofighter, natürlich ist der Eurofightervertrag jetzt auch für die SPÖ Staatsgeheimnis (und das mit und von unserem Steuergeld und ich Naivling dachte immer, wer zahlt, schafft an), natürlich gibt es unverändert Studiengebühren und natürlich wird alles nur Mögliche erhöht, u.a. mit Schützenhilfe der SPÖ und ihr nahestehenden Organisationen voraussichtlich auch die ORF Gebühr.
Letztere gehört noch getrennt betrachtet, denn bei jeder Gebührenerhöhung kassiert - mit Ausnahme von Oberösterreich und Vorarlberg - das jeweilige Bundesland mit.
Am Beispiel von Kärnten und der Steiermark: ORF-Gebühr Radio und TV € 262,56 pro Jahr, davon bekommt der Finanzminister € 22,20 und das jeweilige Land satte € 58.- !
Wien ist bescheidener und kassiert nur knapp € 51.- mit, Niederösterreich rund € 47.-, Salzburg und Tirol jeweils rund € 39.- und das Burgenland bescheidene € 29.-
Die gesamten Abgaben sind in diesen Ländern etwa 30% der ORF-Gebühr, mit anderen Worten, gibt es die von GD Wrabetz erwünschte Erhöhung um € 1,30 pro Monat = € 15,60.- pro Jahr, verschwinden davon in den meisten Bundesländern fast € 5.- im allgemeinen Budgettopf, dem ORF verbleibt der Rest. Realistischer ist, die
Abgaben dazuzuschlagen und so wird die Erhöhung etwa € 20.- pro Jahr betragen - ausgenommen Oberösterreich und Vorarlberg, wo nur der Bund aber nicht das Land mitkassiert.
Der langen Rede kurzer Sinn: Lasst dem ORF seine Gebühr auch wirklich seine sein, wir ersparen uns für die nächsten viele Jahre jede Erhöhung, die Hörer und Seher werden zufrieden sein und die Stimmung im ORF, und damit auch sein Programm, werden auch wieder besser!
Die Last der zigtausenden Gebührenbefreiungen hat der ORF ohnehin weiter zu tragen, wobei natürlich auch das ein Thema wäre.
Kurt N.N.