Mittwoch, 3. September 2008

"Wahl absagen!" Leserbrief

Da ja nach wie vor ÖVP und SPÖ die Regierungsparteien mit jenseits der zwei Drittel Mehrheit sind, müsste es doch möglich sein, bei der Nationalratsitzung im September die Wahl einfach abzusagen! Zeitgleich müssten SPÖ und ÖVP im Parlament die "neue" Regierungsriege, neue visionäre, innovative und kooperationsbereite Köpfe, bei denen wir Bürger mit unseren Problemem an 1.Stelle kommen, präsentieren - also eine große Köpfetauschaktion der SPÖ und vorallem auch der ÖVP! So könnten die bisherigen Regierungsparteiern, die dank ihrer zwei Drittel Mehrheit wirkliche Veränderungen herbeiführen könnten, ihre Arbeit konstruktiv für uns fortsetzen.
Natürlich würde das entsprechenden Wirbel bei den anderen Parteien auslösen, für uns Bürger wäre es aber die einzig richtige Maßnahme, denn eine neue Regierungsbildung wird noch mehr Horror werden, als beim letzten Mal vor eineinhalb Jahren!
Kurt Noé-Nordberg

Freitag, 8. August 2008

"Für China eine Lanze brechen...", Leserbrief

Jugoslawien 1991: Zehn Jahre nach Tito´s Tod, der "starken" Hand Jugoslawiens, zerfällt unter der führenden Rolle der kommunistischen Partei Anfang der 90iger Jahre das Land. Krieg, Mord, Vertreibung, bis hin zum Völkermord - ziemlich alle 30 Artikel der UN-Menschenrechtsresolution sind schwerstens verletzt worden. Und Europa, in unmittelbarer Nachbarschaft, hat -weitgehend machtlos- zugesehen. Aktionslos auch Amnesty International und all die anderen Menschenrechtsaktivisten, sonst mit Action und guten Tipps schnell zur Hand.
Ex-Jugoslawien: 23.000.000 Einwohner, 225.000 km² groß. Im Vergleich dazu China: 1,300.000.000 Einwohner und 9.500.000 km². Das sind mehr als 160(!) mal soviele Menschen wie in Österreich auf einer Fläche von 115 "Österreichs"! Wenn wir China kritisieren, sollten wir davor immer an Ex-Jugoslawien und die seit weit über 100 Jahren heute noch ungelösten Probleme denken. Wir sollten mit Kritik gegenüber China daher bescheiden umgehen und Achtung zeigen, was dieses Land mit seiner gewaltigen Größe und Einwohnerzahl die letzten Jahre erreicht hat. Und wenn US-Präsident Bush die Menschenrechtslage kritisiert, sollte er vorallem an "Glashaus" und "nicht mit Steinen werfen" denken!
Vielleicht ein Vorschlag zur Güte: Entsenden wir doch unsere (auch europäischen) Profipolitiker nach China, die würden uns sicher zeigen, wie es geht und richtig ist. Die Frage nur: Wieviel Stunden?
Kurt Noé-Nordberg

Sonntag, 3. August 2008

"40 km Stau, dafür doppelte Maut" - Leserbrief

13000 wartende Fahrzeuge, vergangenen Samstag auf der Tauernautobahn. Bereits seit über 20 Jahren gibt es Stauungen bei diesen, nur als Halbautobahn ausgebauten, Tunnelstrecken. Viele, viele Jahre lang haben Salzburger Politiker Realitätsverweigerung betrieben, den Ausbau der Tunnels verhindert und gemeint, damit Gutes zu tun. Jetzt gibt es in diesen Abschnitten, mit tausenden stauenden Fahrzeugen, jedes für sich viele Male startend und ein paar 100 Meter fahrend, einen zig-fachen Dreckausstoß, als bei zügig rollendem Verkehr.
Auch die Belastung mit Fäkalien und sonstigem Abfall entlang der Autobahn muss mittlerweile gewaltig sein.
Für diesen Wahnsinn zahlen unsere deutschen und anderen ausländischen Gäste nicht nur eine Vignette für die allgemeine Autobahn, sondern zusätzlich noch Mautgebühr für den Tauerntunnel. Dafür geniere ich mich als Österreicher und finde es unfairen Nepp.
Alle Realitäts- und damit Tunnelausbauverweigerer von einstmals, Politiker, Verkehrsplaner wie Knoflacher, Grüne und Bürgerinitiativen, sollten sich nun strafweise entlang der Autobahn plazieren und den Reisenden ein Mindestmaß an Service in unserem, doch gastfreundlichem Land geben!

Kurt Noé-Nordberg

Samstag, 26. Juli 2008

VCÖ-Bahnumfrage - wirklich unbeeinflusst?

Zu Krone Artikel ÖBB Test des VCÖ vom 26.7.2008:
Umfragen des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) über seine Sponsoren finde ich nicht wirklich objektiv und seriös. Die ÖBB sind - wie auch das Bundesministerium für Verkehr, das Eigentümer der ÖBB ist - mit unseren Steuergeldern einer der Hauptsponsoren des VCÖ ! Wie sollte also eine Umfrage über den Geldgeber anders ausgehen, als "gut".
Ein Beispiel dazu: Auch wenn Autoreisezüge derzeit noch ein Minderheitenprogramm sind, so wie sie teilweise geführt werden, werden sie es auch weiter bleiben. Beispiel: Autoreisezug Wien - Villach. Verladebahnhof Wien, einziger Entladebahnhof Villach und umgekehrt. Dazwischen 15 (fünfzehn!), großteils sinnlose Stopps, ohne Zu- und Aussteiger und eine unendlich lange Fahrzeit.
Im August wollte ich diesen Autoresiezug wieder benützen und habe ihn storniert - den Kindern und uns zuliebe, denn so etwas von langsam und fad hält niemand aus!

Kurt Noé-Nordberg

Die 3.Piste (zu Kurier & Presse Artikel v. 25.7.)

Viele Millionen Euro kassieren die beiden Hauptaktionäre des Flughafens Wien Schwechat - die Länder Wien und Niederösterreich - jährlich an Dividende, ein Mitgrund für die extrem hohen Lande- und Sicherheitsgebühren.
Wo bleiben nun die Politiker, denen ihre Bürger und Wähler wichtiger sind, als nur abzukassieren?
Auch sollten wir den Klimawandel nicht vergessen, den nun endlich sogar die USA begriffen haben!
Flugzeuge gehören nun einmal zu den größten "Schädlingen" unserer Atmospähre. Wollen wir also unser Klima schützen oder machen wir hemmungslos weiter? Auch werden Fluglinien durch den ruinösen Preiskampf ohnehin weniger und es wird daher in den kommenden Jahren Pleiten und damit WENIGER Flugbewegungen geben.
Leider ist es - ausgelöst durch die USA - nun auch in Europa zu großen wirtschaftlichen Problemen gekommen und durch die massiven Teuerungen bei Energie und Nahrung werden viele sparen und daher beim Urlaub kürzer müssen.
Und solange innerhalb von 20 Minuten zwei kleinere Flieger statt eines großen die idente Destination fliegen, brauchen wir noch lange keine 3.Piste! Zwei Pisten sind für die lärmgeplagte Bevölkerung bereits mehr als genug und bitte nicht dem Märchen trauen, dass durch die 3.Piste die Flugbewegungen besser aufgeteilt werden!

Kurt Noé-Nordberg

Donnerstag, 24. Juli 2008

Hilfe, wen sollen Bürgerliche wählen? 12.7.08

Haben bürgerliche Wähler überhaupt noch die Möglichkeit nach "bestem Wissen und Gewissenen" eine Partei zu wählen? Ich denke derzeit nein, denn nach einem -dank Hochmut- verschenktem Wahlsieg 2006 und dieser provozierten Neuwahl, ist zumindest bundesweit die ÖVP für mich kein Thema mehr! Nur ein wieder kandidierendes "Liberales Forum", mit dem für mich angenehm normal denkenden Hans Peter Haselsteiner oder auch der Tiroler "Rebell" Fritz Dinkhauser - wären einer Überlegung wert, auch nach so kurzer Zeit wieder wählen zu gehen.
Diese Regierung hat uns u.a. auch zwei "Eier" gelegt, die beide ein perfektes Thema für eine Volksabstimmung in einer gelebten Demokratie gewesen wären: Die Verlängerung der Gesetzgebungsperiode auf 5 Jahre - welch ein Witz , hat es doch diese Regierung nicht einmal zwei Jahre geschafft zu regieren - und die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre, also wählen auch für Minderjährige! Klar, dass sich SPÖ und ÖVP bei beiden Themen sofort einig waren, gäbe es doch normalerweise ohne jegliche Anstrengung ein gut bezahltes Jahr mehr für unsere Abgeordenten und gibt es doch nun etwa 200.000 Wähler und damit eine Menge Euro mehr!
Kurt Noé-Nordberg

Donnerstag, 29. Mai 2008

Brief an Frau BM Kdolsky betreff Gesundheitsreform...

Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

ganz dunkel werden Sie sich vielleicht an mich erinnern, ich war 24 Jahre lang u.a. Chef der ÖAMTC-Notarzthubschrauber. Vor einem Jahr, im 62.Lebensjahr, bin wegen einer CLL die mich schon seit weit über 10 Jahren quält, etwas vorzeitig in Pension gegangen.

Vorweg großes Kompliment, was Sie sich trauen und dass Sie nicht feige sind!

Um nicht zuviel Porzellan zu zerschlagen, machen Sie doch die einzelnen Themen der Gesundheitsreform als Pilotprojet mit nur einem oder zwei Bundesländern für 3,4,5 oder 6 Monate. Anbieten würde sich natürlich bestens die Ärzte mit Ihrem Hardliner Dorner, bei denen auch mit ein paar Bezirken ein Pilotprojekt möglich wäre. Da kann schlicht und einfach niemand dagegen sein und in dieser Zeit würden Sie sicherlich auch Erkenntnisse gewinnen, an die heute noch niemand denkt. Das immerwieder ins Treffen gebrachte Argument des "unausgereiften Schnellschusses" wäre damit komplett weg und ich bin mir sicher, dass Sie von ziemlich allen Seiten eine Menge Anerkennung dafür bekommen würden. Auch verliert damit keine Seite das Gesicht!

***** Thema Nr.2:


Vielleicht "trauen" Sie sich liebe Frau Bundesministerin mal über folgendes Thema, wobei politisch der gewaltige finanzielle Vorteil natürlich vorerst in der Diskussion absolut nachrangig, wenn nicht zu vergessen wäre.
Wie ich meine ist es ein diskussionswerter Beitrag - für ein menschlicheres Leben und ein humaneres Sterben, vor allem aber auch für die Finanzierung unseres Gesundheitssystems. Heute vielleicht noch quergedacht, wird kaum ein Weg daran vorbei führen! Der nachfolgende Fall bin ich.

*****

Statt Sterbehilfe, aktiv sterben! (Änderung StGB 77 & 78 erforderlich)

Im Verdrängen von Zukunftsproblemen sind wir Menschen Weltmeister. Oder haben Sie schon daran gedacht, einmal ein Pflegefall zu sein? Für viele von uns kommt das ebenso sicher, wie das Amen im Gebet.
Möchten Sie ein Pflegefall sein oder wie ich mein Leben und sterben selbst in die Hand nehmen?

Viele Probleme - auch finanzielle - wären auf einen Schlag gelöst.

Das Problem sind wir Alten, vor allem alte und chronisch Kranke mit horrenden Medikamentenkosten.
Ich bin 62 und seit über 10 Jahren quält mich eine chronisch lymphatische Leukämie (CLL), das bedeutet viel zu viele Leukozyten, weisse Blutkörperchen. Sie werden mit Chemotherapie und Antikörpern gekillt, mit dabei auch die "guten", die unser Immunsystem sind. Die Folge: Ein kaputtes Immunsystem und permanent Tabletten gegen alle möglichen Infektionen. Diese Medikamentenkosten betragen in den letzten Jahren viele tausend Euro pro Jahr, nicht gerechnet die vielen andere Ausgaben. Mal geht es mir besser, mal schlechter, gesamt gesehen aber zunehmend schlechter: Entzündungen allerorten, Übelkeit und immer wieder todmüde, viele viele Krankenhausbesuche und vom Gesamtzustand zeitweise ein nicht mehr wirklich lebenswertes Dasein.
Wenn ich einmal wieder in diesen Zustand komme, erbitte ich von der Krankenkasse via praktischen Arzt nur eine einzige Tablette, mit der ich dem Horror ein Ende setzen kann!

Allen ist gedient, ich habe es überstanden und ebenso meine Familie, die mich leiden sieht und nicht helfen kann. Den Kassen und der Allgemeinheit, die sich eine Menge Geld sparen. Geld, das bei mir ganz schlecht angelegt ist, denn ich habe zwar eine ganze Menge mein Leben lang einbezahlt, aber seit einem Jahr bin ich Pensionist und "Schmarotzer". Unproduktiv beziehe ich Pension und brauche Unmengen Euros um weiter dahin zu siechen - bis ich vielleicht eines Tages einen anderen und für alle weniger angenehmen Weg finde, mich zu "entsorgen"!

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Herzliche Grüße
Kurt Noé-Nordberg